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2024 | Vino bianco
PIWI-Weine sind die leise Antwort auf eine alte Frage des Weinbaus: Wie schützt man eine Rebe, ohne sie ständig zu spritzen? Durch natürliche Kreuzung sind diese Sorten so widerstandsfähig gegen Pilzbefall, dass sie fast ohne Spritzmittel auskommen. Bei uns findest du die aromatische Vielfalt von Pionieren wie Roland Lenz oder Albet i Noya, die mit diesen robusten Reben am ökologischen Weinbau von morgen arbeiten.
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PIWI steht für «pilzwiderstandsfähige Rebsorten». Gemeint sind Neuzüchtungen aus europäischen Edelreben und robusten Wildreben. Das Ziel der Züchter: eine Rebe, die so wehrhaft ist wie ihre wilden Vorfahren, aber so feine Weine bringt wie Riesling oder Cabernet Sauvignon. Längst sind diese Weine kein Nischenprodukt mehr. Sie haben ein eigenes Aromenprofil. Bei den Weissen reicht das Spektrum von spritzigen Sorten mit Stachelbeere und exotischen Früchten bis zu den dichten, samtigen Roten mit dunkler Beerenfrucht.
Wusstest du schon? Mit PIWI-Reben können Winzer den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wie Kupfer oder Schwefel um bis zu 80 % reduzieren. Das schont den Boden und gibt der Biodiversität spürbar Raum.
Der Schweizer Rebenzüchter Valentin Blattner, ein Pionier auf diesem Gebiet mit dem Delinat bereits seit langer Zeit zusammenarbeitet, bemerkt treffend: «Reben müssen sich selber wehren können.» Er versteht nicht, weshalb noch immer an anfälligen Sorten festgehalten wird, wenn es Alternativen gibt, die kaum behandelt werden müssen. Blattner betont zudem: «Eine gute Rebsorte muss vor allem Spass machen.» Damit meint er die Aromatik und die Säurestruktur — und genau hier überzeugen moderne PIWIs auf ganzer Linie.
Im konventionellen Rebberg und wie auch in biologischen Weinbergen ist der Kampf gegen Mehltau eine der grössten Herausforderungen. Nach jedem Regen müssen Winzer raus in die Rebberge, um die Reben zu schützen. PIWI-Sorten wie Cabernet Blanc oder Souvignon Gris sind von Natur aus immun gegen diese Pilze. Das heisst: weniger Traktorfahrten, weniger Diesel, weniger Bodenverdichtung — und vor allem ein minimaler Einsatz von Kupfer und Schwefel. Bei Delinat sind diese Sorten ein zentraler Baustein der Delinat-Methode, weil sie ein stabiles Ökosystem fördern, in dem die Rebe ohne chemische Krücken gedeiht.
Einige der mutigsten Winzer Europas haben sich schon früh auf das «Abenteuer PIWI» eingelassen. In der Schweiz, in Spanien und in Deutschland entstehen so Bio-Weine, die zeigen: Nachhaltigkeit und Spitzenqualität gehen zusammen.
Roland Lenz zählt zu den radikalsten und erfolgreichsten PIWI-Winzern Europas und wurde bereits mehrmals mit der Auszeichnung «Schweizer Biowinzer des Jahres» ausgezeichnet. Auf seinem Weingut in der Ostschweiz hat er vollständig auf resistente Sorten umgestellt. Sein Ziel ist eine klimapositive Weinproduktion, bei der der Rebberg als lebendiges Ökosystem funktioniert. Seine Weine sind mutig, klar und von einer beeindruckenden Vitalität.
Im Video erklärt Roland Lenz die Delinat-Methode und wie aus Weinbergen Naturparadiese werden:
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Empfohlene Weine von Roland Lenz:
Ein fruchtiger Weisswein mit feiner Restsüsse am Gaumen. Roland Lenz arbeitet hier mit den robusten Sorten Souvignier Gris und Solaris. Das Bukett erinnert an Lindenblüten, Agrumen und Aprikosen. Ein Begleiter für asiatische Küche oder als Apéro-Wein. Bei MUNDUS VINI 2025 gab es Silber dafür.
Dieser Rotwein basiert auf der Sorte Cabernet Jura. Im Bukett finden sich Waldbeeren, ein Hauch Flieder und zarte Röstaromen. Am Gaumen zeigt er sich saftig und verspielt, mit samtigen Tanninen und rauchigen Akzenten. Ein Wein, der zeigt, dass PIWIs auch im Barrique eine sehr gute Figur machen.
Josep Maria Albet i Noya ist der Bio-Pionier Spaniens. Im Penedès forscht er seit Jahren gemeinsam mit Valentin Blattner an neuen, resistenten Sorten, die ans mediterrane Klima angepasst sind. Sein Forschergeist rettet fast vergessene Sorten und kombiniert sie mit moderner Resistenzzüchtung.
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Empfohlene Weine von Albet i Noya:
Ein geschmeidiger, verspielter Rotwein aus den Sorten Belat und der Neuzüchtung VB 91-26-26. Dichtes Purpurviolett im Glas, dazu Noten von Waldbeeren, Cassis und einem Hauch Vanille und Mokka. Die feinkörnigen Tannine und der lange Abgang machen Freude. Auch dieser Wein wurde bei MUNDUS VINI 2025 mit Silber geehrt.
In Rheinhessen gehören Tobias und Ellen Zimmer zu den Pionieren, die schon früh auf neue Sorten gesetzt haben. Gemeinsam mit Vater Walter pflanzten sie bereits 2007 die Sorte Saphira, kurz darauf folgte Cabernet Blanc.
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Empfohlene Weine von Hirschhof:
Eine aromatische Weisswein-Assemblage aus Cabernet Blanc und Saphira. Das Bukett erinnert an Sauvignon Blanc mit Stachelbeeren, Limetten und frisch geschnittenem Gras. Am Gaumen zeigt er sich elegant und harmonisch — passt zu leichter Sommerküche oder zu asiatischen Gerichten.
In der Handhabung unterscheiden sich PIWI-Weine kaum von traditionellen Weinen. Die weissen Vertreter wie der Caphira oder der KOO KUU Edelweiss blühen bei 8–10 °C richtig auf. Die roten PIWIs wie der KOO KUU Rubinrot oder der Aventurer vertragen 16–18 °C. Viele PIWIs haben eine sehr stabile Struktur und sind erstaunlich lagerfähig, auch wenn sie schon in der Jugend mit intensiver Frucht überzeugen.
Durch ihre intensive, klare Frucht sind PIWI-Weine sehr gute Speisenbegleiter. Die aromatischen Weissen harmonieren mit würzigen oder exotischen Gerichten, während die Roten kräftige, erdige Aromen mögen.
Die Delinat-Richtlinien setzen die strengsten Bio-Standards Europas — weit über EU-Bio und konventionellen Weinbau hinaus:
| Kriterium | Delinat | EU-Bio | Konventionell |
|---|---|---|---|
| Ausgleichsflächen | mind. 12% der Fläche | Keine Vorgaben | Keine Vorgaben |
| Biodiversität | Strenge Vorgaben (Hecken, Bäume, etc.) | Keine Vorgaben | Keine Vorgaben |
| Pflanzenschutz (Kupfer) | unter 3 kg/ha | Max. 4-6 kg/ha | 4-6 kg/ha + Synthetik |
| Kellertechnik | Nur schonend, vegan | Eingeschränkt | Kaum Limits |
| Erneuerbare Energien | 30–100% Eigenproduktion | Keine Vorgaben | Keine Vorgaben |
Delinat-Winzer erfüllen die strengsten Kriterien für Biodiversität und Nachhaltigkeit. Die Delinat-Richtlinien existieren seit 1983 und sind somit die ersten Bio-Richtlinien für Weinanbau und Weinbereitung in Europa. Sie sind strenger als andere Bio-Richtlinien und werden jährlich überarbeitet.
PIWI-Weine sind ein Paradebeispiel für die Delinat-Philosophie «Stärken statt schwächen». Anstatt eine anfällige Rebe mit massivem Spritzmitteleinsatz am Leben zu halten, setzen wir auf Sorten, die von Natur aus gesund sind. Das schont die Böden und ergibt Weine von grosser Reinheit.
Mehr zu den Vorteilen robuster Rebsorten zeigt dieses Video:
Unsere Bio-Weine aus resistenten Sorten sind in der Regel innerhalb von 2–4 Werktagen bei dir zu Hause — bereit für genussvolle Momente mit gutem Gewissen. Ab einem Bestellwert von 50 Euro liefern wir portofrei.
Alle PIWI-Weine entdecken
Mehr Hintergrundwissen findest du im Delinat-Weinwissen.
Unser Videoblog Weinbau der Zukunft ist eine der besten Quellen, wenn du dich ausführlich mit dem Thema PIWI-Rebsorten beschäftigen möchtest.
Fazit: PIWI-Weine bieten nachhaltigen Weingenuss auf hohem Niveau. Dank ihrer natürlichen Resistenz reduzieren sie den Pflanzenschutz deutlich und überzeugen mit eigenständigen Aromenprofilen aus den Kellern der Bio-Pioniere.